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TEIL 1: Von Lagos nach San Sebastian (Portugal-Spanien)

2500 km Atlantik

10500 km haben wir mit unserem alten Sharan zurückgelegt, wir, das sind meine Frau Hanne, Paul und Pauline - unsere beiden Terrier-Dackelmischlinge, mein Foto und ich.

Es war ein Abenteuer mit vielen Highlights und gefährlichen Situationen, mit Gänsehautfeeling und tiefer Ergriffenheit, mit Momenten bei denen die Zeit still steht und mit Momenten, die für immer sind.

Nov. 2014, ein trüber Tag in Pirmasens, nasskalt. Hanne und ich saßen abends am Kamin bei uns Zuhause und dachten über unsere Geburtstage im nächsten Jahr nach, 60zig, beide. Was macht man da, natürlich feiern?

Spontan kamen wir auf die Idee, wir setzen unseren langgehegten Wunsch um, eine Reise an der Atlantikküste von Lagos bis Le Havre, 2500 km Küste mit Klippen, mit Wellen, mit Inseln und mit Wind. Fotograf was willst du mehr?

Nach intensiver Google-Earth-Befliegung und Bildmaterialsichtungen legten wir die "Wohnpunkte" fest.

Odeceixe (Portugal), Villa Cha (Portugal), Leon (Spanien), Gijon (Spanien), San Sebastian( Spanien), Biarritz (Frankreich), Le Palais (Frankreich) und Ploumanach (Frankreich). Hier buchten wir Ferienhäuser, für 2 - 7 Tage, je nach Fotowertigkeit der Region.

Start war am Montag den 30 März 2015. Erster Abschnitt: Pirmasens - Lissabon, die Fahrt der langen Messer.

Übernachtung in Lissabon.

Nachts war ich auf Fototour, übermüdet, trotzdem unglaubliche Eindrücke von dieser Stadt. Morgens an der Christusstatue, Panorama von Lissabon und Hafen, die rote Brücke, Symbol für die Einheit Portugals. Dann nochmal 700 km in unser erstes Hauptquartier in Odeceixe, der Ort der höchsten Klippen Portugals und der Störche, gewaltige Eindrücke, gefahrenvolle Klettereien von mir. Emotionale Momente jeden Tag, unglaubliche Sonnenuntergänge von Lagos bis Sines. 7 Tage, unser Ferienhaus steht auf den Klippen, wir genießen diese Zeit. Lagos, mystische Fahrt durch die Grotten in der Frühe mit einem alten Fischer, Sagres Sonnenuntergang am südwestlichsten Punkt in Portugal, Odexeice, gewaltige Wellen, Langzeitbelichtung, brütende Störche auf 150 m hohen Klippenzähnen, 2 Tage auf dem Fischerweg in den Klippen unterwegs. Dann geht's weiter nach Villa Cha, direkt bei Porto, die schönste Stadt in Portugal. Dort Nachtaufnahmen, Atlantikpanoramas, nördlicher Nationalpark in Portugal, 5 Tage fast ohne Schlaf, immer mit dem Foto unterwegs.

Von dort geht's hoch in die spanischen Nationalparks um Leon, eiskalt, Schnee und Adler, Eindrücke, die man nie vergisst! Zwei Übernachtungen.

Wir brauchen wieder Sonne, runter in die Nähe von Gijon in ein kleines Fischerdorf, tolles Hotel. Hier 2 Tage gutes Essen und Fotos von Leuchttürmen und der Küstenregion, dann San Sebastian, dort bin ich 2 Tage auf dem nördlichen Camino unterwegs, Paul und Pauline mit in der Spur, Nachtaufnahmen in der Natur, Übernachtung unter einer Klippe.

Abenteuer, das bleibt.

Freiheit, ein großes Wort, ich hab's erlebt.

TEIL 2: Von San Sebastian nach Le Havre (Portugal-Spanien)

Spanien bleibt zurück

Wir fahren morgens 9:00 von San Sebastian aus weiter in Richtung Biarritz, dort wollen wir meinen Geburtstag feiern, sind ja nur um die 100 km. Zimmer haben wir keins gebucht, aber wie immer eine glückliche Hand. In einer alten Villa, die vor 20 Jahren in ein Hotel umgebaut wurde, finden wir an der Peripherie von Biarritz ein schönes Hotel, das auch unsere Hunde willkommen heißt.
Nachtaufnahmen in Biarritz, der Ort gibt für mich sonst fotografisch nichts her. Dann gehts weiter zur Bretagne hoch. In dieser Region war ich schon öfter gewesen, hatte aber nie die Zeit mich so intensiv wie dieses mal mit ihr auseinander zu setzen. Ob von der Luft (Flugzeug) per Wasser oder per Fuss, mir war jedes Mittel recht diese Landschaft zu erkunden und fotografisch fest zu halten.
Von St. Malo bis St. Nazaire im Süden der Bretagne, kein Weg war uns zu viel, fast in jede Bucht schauten wir rein, fast auf jede Klippe war ich geklettert, es hat sich gelohnt, eines der Highlights war sicherlich der Flug mit einer Cessna über die rosarote Granitsteinküste um Ploumanach.
Die erste Woche verbrachten wir bei Crozon, dann bezogen wir ein sehr geräumiges Haus bei Tregastel, dort hielt ich auch die letzten 7 Tage noch einen Landschaftsworkshop ab.

Eine der spannendsten Aktionen, war die Erkundung eines 'Führerbunkers' aus dem 3ten Reich, der nur über eine halbzerstörte Brücke zu erreichen war und der in dem gerade aufkommenden Nebel bedrohlich aus dem Atlantik herausragte. Er war auf einer Klippe gelegen und nur unter Einsatz aller meiner klettertechnischen Fähigkeiten zu erkunden.

Unglaublich abenteuerlich waren auch die Klippen um Le Gouffre, die rosatroten Granitfelsen um Perros Guirec, die Leuchttürme von Brest bis Prosponder.

Frankreich, Normandie und Bretagne immer eine Reise wert!

Nach dem Landschaftsworkshop kam auch für uns der Zeitpunkt der Rückreise in die Pfalz. 6 Wochen waren wir von zu Hause weg gewesen, wir wollten wieder in den Wasgau.

Unvergesslich unsere Tour über 10 000 km mit dem Auto, Eindrücke die man nie vergisst!
Aber einer, der bei mir am stärksten haften bleibt, war der Augenblick, als ich einen Tag nach unserer Rückreise mit Paul und Pauline bei Lemberg auf dem Rupperstfelsen stand. Es war der 5te Mai, das zarte Blattgrün der Buchen und die gerade aufgehende Sonne verzauberten die Landschaft in ein El Dorado der Emotionen.

Ich war wieder daheim, Gott sei Dank.

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